Behavioral and policy interventions to increase vaccine uptake : evidence from interactive vaccination experiments

  • Verhaltens- und Politikinterventionen zur Steigerung der Impfstoffaufnahme : Evidenz aus interaktiven Impfexperimenten

Meier, Nicolas Werner; Böhm, Robert (Thesis advisor); Wiesen, Daniel (Thesis advisor)

Aachen (2019)
Doktorarbeit

Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2019, Kumulative Dissertation

Kurzfassung

In meiner Dissertation untersuche ich das Impfverhalten theoretisch und experimentell aus mikroökonomischer Sicht. Diese Dissertation wendet ein spieltheoretisches Impfmodell (I-Vax Spiel) an, das die direkten und indirekten Auswirkungen der Impfung berücksichtigt und die Anreize für eine Impfentscheidung untersucht. Dieses Modell wird für kontrollierte ökonomische Labor- und Onlineexperimente verwendet, um Forschungsfragen zum Impfverhalten empirisch zu untersuchen. Die vier Kapitel dieser Dissertation repräsentieren jeweils ein Forschungsprojekt. In allen Projekten nutze ich das I-Vax Spiel als experimentelles Tool, entweder als Online- oder als Laborexperiment, um das Impfverhalten und die Entscheidungen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zu verstehen. Die experimentellen Designs der Studien in den Kapiteln 1 und 2 sollen die verhaltensbedingten Folgen verschiedener politischer Maßnahmen auf Impfentscheidungen untersuchen und verstehen. In Kapitel 1 wird untersucht, inwieweit nicht obligatorische Impfempfehlungen der Gesundheitsbehörden für verschiedene Risikogruppen das Impfverhalten beeinflussen können. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Frage, wie individuelle Präferenzen für obligatorische und freiwillige Impfstrategien entstehen, bevor und nachdem die Teilnehmer diese Impfrichtlinien erleben und wie sich individuelle Präferenzen für diese Richtlinien im Laufe der Zeit ändern. Kapitel 3 untersucht psychologische Faktoren, die das Impfverhalten beeinflussen können. Ich untersuche, inwieweit die Verantwortung nicht geimpfter Personen in der Bevölkerung das Impfausmaß anderer beeinflusst, die noch eine Impfentscheidung treffen müssen. Ich unterscheide zwischen Personen mit geringer Verantwortung, die sich impfen lassen möchten, aber nicht können, und Personen mit hoher Verantwortung, die sich nicht impfen lassen wollen, aber tatsächlich können. In beiden Kontexten gibt es aus wirtschaftlicher Sicht die gleiche Anreizstruktur. Nur die Wahrnehmung der Verantwortung der nicht geimpften Personen in diesem Projekt beeinflusst das Impfaufkommen. Kapitel 4 befasst sich mit wirtschaftlichen Anreizen. Wenn die Wirksamkeit eines Impfstoffs gering ist, steigt der Anreiz zur Impfung aus einer individuellen rationalen Perspektive. Ich untersuche, ob Einzelpersonen diesen Zusammenhang verstehen und ob sie sich angesichts der wirtschaftlichen Anreizstruktur rational verhalten. Allen vier Projekten ist gemein, dass sie Faktoren analysieren, die entweder das Impfverhalten oder die Akzeptanz (Präferenzen) der Impfpolitik beeinflussen.

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